Best of QWERgelesen 2016

6. Januar 2017

Frohes neues Jahr! 2017 wird mit Sicherheit interessant, aber lasst uns kurz noch einen Blick zurückwerfen. 2016 gab es hier auf dem Blog wieder Unmengen an guten Kurzfilmen und Musikvideos und meine persönlichen Favoriten gibt es hier noch einmal gesammelt als Liste. Falls ihr also einen Post verpasst habt oder noch einmal das Beste vom Besten anschauen möchtet, könnt ihr dies hier tun:

Operator

Den Anfang macht hier ein Thriller, der zu ungewöhnlichen Mitteln greift. Aus Sicht einer Notfalltelefonistin wird die Geschichte eines Brandes erzählt, in dem eine Mutter mit ihrem Kind eingeschlossen ist. Während des Filmes weichen wir keinen Moment von der Seite der Telefonistin und erleben wie sie, dass man der Person am anderen Ende der Leitung nicht helfen kann. So viel Spannung hätte ich nicht erwartet – einen großen Teil dazu trägt jedoch Hauptdarstellerin Katie Dickie bei. Ein würdiger Platz in dieser Liste und ein toller Kurzfilm!

 

Poet Anderson

Noch ein Film, der mich beeindruckt hat, aber aus einer ganz anderen Richtung. Hier gibt es kein Kammerspiel, sondern eine actiongeladene Traumwandler-Story, die mit fantastischen Animationen daherkommt. Die Geschichte, der Animationsstil und die Musik haben mich vom ersten bis zum letzten Moment gepackt. Ein aufwendig produzierter Trip!

 

 

Kids of the Apocalypse – Better Life

Musikvideos sind oft schwierig zu bewerten. Mal bekommt ein träger Song ein geniales Video, mal ist der Song Weltklasse und das Video kann man keine Minute lang ertragen. In diesem Fall ist der Song zwar nicht ganz meins, aber das kann das Video komplett ausgleichen und liefert eine surreale Story, die Realfilm mit Zeichentrick nahtlos verschmelzen lässt. Und wen macht diese Beschreibung nicht neugierig?

We found them in a lost supermarket. We don’t know their names, we don’t know where they are from, they have weird skills and powers, maybe they are survivors, or have been chosen to make a better world.

 

Hyper Reality

Bleiben wir kurz im Genre “Science-Fiction”, wobei der “Fiction” Teil eventuell nicht so stark gewichtet werden sollte – das Szenario, das in diesem Film behandelt wird, kann durchaus in nur wenigen Jahren Realität werden. Die Rede ist von Virtual- und Augmented-Reality, die ja nicht zuletzt 2016 durch Spiele wie Pokemon-Go einen Aufschwung erlebt haben. Kann es also sein, dass wir bald die Realität so wahrnehmen wie die Protagonisten dieses Filmes? Dystopie oder Utopie? Grauen oder Ziel? Dieser Kurzfilm ist nicht nur spannend und strotzt vor Spezialeffekten, er regt auch zum Nachdenken an.

 

 

Dédalo

Dieser Film sieht nicht nur aus wie ein Teil der bekannten Horror-Filmreihe “Alien”, er wurde auch ähnlich produziert. Mit Masken und Miniaturen erzählen die Schöpfer eine Geschichte, die sich vor besagter Reihe nicht zu verstecken braucht und in Teilen sogar noch gruseliger ist. Ich hätte so einen professionellen Kurzfilm nicht erwartet und wurde positiv überrascht.

 

None of That

Animationsklamauk vom Feinsten! Eine Ninja-Nonne, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die freizügigen Renaissance-Statuen zu zensieren. Was sollte ich hier mehr sagen? Die Animationen sind gelungen und der Witz kommt über. Auf die Idee muss man auch erst mal kommen… top!

 

Foodfellas

Ein Film, wie er auch von Regisseur Martin Scorcese stammen könnte – aber anstelle von Mafiabossen und Gangstern wird hier die fiktive Geschichte des Aufstiegs und Falls von McDonalds und Burger King erzählt. Darsteller, Kamera, Beleuchtung und Story – hier passt einfach alles! Mich hat der “Mafiafilm” positiv überrascht, da ich mit einer Komödie gerechnet hatte und einen düsteren Thriller fand. Sehr sehr cool gemacht!

 

 

Basta – Cut, Copy & Paste

Acapellabands gibt es inzwischen ja gefühlt an jeder Straßenecke und viele von ihnen haben ähnliche Konzepte. Da ist es schön, dass Basta zumindest mit diesem Song + Video hervorsticht. Die Optik erinnert an Stockfotos bzw. -videos und die triste graublaue Welt kann den im Song besungenen drögen Büroalltag wunderbar einfangen. Jeder, der in einer Verwaltung arbeitet (oder dort einmal zu Besuch war), wird sich in diesem Song wohl wiedererkennen. Allein dafür gibt es einen Platz auf dieser Liste.

 

 

Hoshino

Fanfilme… Ich weiß nie, ob ich Fanfilme allzu ernst nehmen sollte, oder nicht. Das liegt nicht daran, dass sie generell schlecht sind, sondern eher daran, dass viele junge Filmemacher sich zunächst darin ausprobieren, einen Film über ihr Lieblingsuniversum zu drehen und die meisten Fanfilme dementsprechend aussehen. Hoshino gehört zur ganz anderen Sorte!

 

520015

Bis heute ist mir dieser Film ein Rätsel. Wie kommt man auf die Idee, eine Amazon-Produktbewertung zu verfilmen? Und wie macht man daraus so einen guten Film? Trotz der völlig bescheuerten Story, ein guter und skurriler deutscher Film. So etwas habe ich bisher selten gesehen – zumindest in dem Ausmaß!

 

 

Blood Ties

Animation und Atmosphäre. Diese beiden Punkte zu verbinden ist nicht leicht und viel zu oft haftet Animationsfilmen ein Kinderfilm-Image an, gegen das sich beispielsweise Pixar zu wehren versucht. Blood ties ist jedoch auf gar keinen Fall für Kinder gemacht, handelt die Story doch von Missbrauch und Mord und all das in wunderschönen, symbolträchtigen Bildern, düsteren Farben und fantastischer Lichtinszenierung.

 

 

Before Mars

Dieser Film gehört zu den längeren Filmen auf dieser Liste und wirft wieder die Frage auf, bis wann wir es noch mit einem Kurzfilm zu tun haben. Aber “Before Mars” ist ein Kurzfilm, genauer gesagt eine Kurzfilm-Auskopplung der National-Geographic-Serie “Mars”. Es geht um die Sehnsucht eines jungen Mädchens nach den Sternen und allem, was dort draußen ist. Die Kameraführung von Kate Arizmendi und das tolle Schauspiel überzeugen.

 

 

Rise

Dies ist nicht das erste Mal, dass ein Film von David Karlak auf der Best-of-Liste erscheint. In der Liste von 2015 stand bereits “The Candidate” und “Rise” bleibt der Tradition treu. Wahnsinnig spannend, voller toller Effekte und Gastdarsteller wirft uns der Film in eine dystopische Welt, in der Menschen und Roboter um die Menschlichkeit kämpfen. Am Ende stellt man sich die Frage, wer denn menschlicher handelt. Super spannend und wie erwartet auf Hollywood-Niveau gemacht – gerade, was die Roboter-Effekte angehen.

 

 

7.2

Ein bisschen Scott Pilgrim? Eine High-School-Dramödie, die so britisch wie actionlastig daherkommt. Die Fights sind toll choreographiert und die Gags sind gut. Irrsinniger Humor und Schulwahnsinn – na wenn das keine gute Mischung ist, weiß ich auch nicht mehr weiter…

 

 

Gear

Ein Mädchen und ihr Roboter. Sci-fi-Filme sehen schnell billig und schlecht aus – gerade, wenn das Budget zu wünschen übrig lässt. Aber manchmal entstehen auch Filme, die sich mit den ganz Großen messen können. Gear ist so ein Film, der auch eine Szene in einem Hollywood-Streifen sein könnte. Die Technik ist toll, die Story weist hier und da ein paar Lücken auf, aber reißt auf jeden Fall mit. Gerne mehr davon!

 

 

Hybris

Wenn ich mir diese Liste so anschaue, ist sie sehr Science-Fiction-lastig. Das ist verständlich, denn nicht nur ist es eines meiner Lieblingsgenres, sondern auch die Möglichkeiten zu punkten sind sehr hoch: Gute Effekte, tolle Animationen und eine besondere und überraschende Story lassen sich oft genug antreffen. Dieser Film vereint all das zu einem absolut realistischen Schauerlebnis: Eine Gruppe von Filmemachern dreht eine Doku über einen Freizeitpark der ganz besonderen Sorte. Phantastische Tierwesen, soweit das Auge blickt.

 

 

 

Honorable Mentions

Die folgenden Filme standen lang genug auf meiner Liste, dass ich sie euch nicht vorenthalten möchte. Mich habe sie auf jeden Fall überzeugt!

Musikvideo: Chemical Brothers – Wide Open

Kurzfilm: Lost Face

Musikvideo:  Deus – Le A

Kurzfilm: Lookouts

Kurzfilm: Durch die Blume

Kurzfilm: The Nostalgist

Kurzfilm: Ana

Kurzfilm: Adam

Kurzfilm: Bandito

Kurzfilm: I hate Mondays

Kurzfilm: The last One

Kurzfilm: Some of us had been threatening our friend Colby



Tags:

Hinterlasse einen Kommentar