Best of QWERgelesen 2017

4. Januar 2018

Das Jahr 2017 war ereignisreich. Es hatte seine spannenden und schönen, aber auch seine traurigen und bedrückenden Momente. Im Februar habe ich angekündigt, dass ich es zeitlich wohl nicht schaffen würde, QWERgelesen weiterhin so regelmäßig mit Posts zu füllen, wie noch im Jahr 2016 (ein Beitrag am Tag – welch Teufel hat mich geritten?). Nur 122 Kurzfilmempfehlungen waren es, knapp ein Drittel im Vergleich also. Und ich kann nicht mal versprechen, dass 2018 besser wird: Hinter jeder Ecke lauert ein Projekt und studiert werden soll auch noch.

Trotzdem werde ich den Blog nicht aufgeben und vielleicht wird es sogar Phasen geben, in denen wieder mehr Luft für gute Kurzfilme und Musikvideos ist. Ich halte euch auf dem Laufenden und wünsche einen fantastischen Start ins neue Jahr mit der erlesenen Auswahl meiner Best-of des vergangenen Jahres.

 

Home

Ein Film, der Gefühle weckt für die unerreichbarkeit des Universums. Mich erinnert „Home“ an Sci-fi-Klassiker wie „Contact“, aber auch neuere Filme, etwa Arrival oder Interstellar. Sehr ruhig wird hier Spannung aufgebaut und man fragt sich: Realität oder Wahn? Auf jeden Fall einer der besten Filme des Jahres.

 

Masterpiece

Allein wegen seines Titels könnte dieser Film auf der Liste stehen. Aber er hat mich tatsächlich überrascht und zum Lachen und Nachdenken gebracht. Wenn es hier Kategorien geben würde, dieser Film wäre in der näheren Auswahl für Best Performance und Best Script. Da sieht man mal, wie viel man mit einem einzigen Raum und wenigen Darstellern alles machen kann.

 

Reset

Bei der Story und dem Setting denkt man sofort an die neue Serie „Westworld„, die ich zu einer der großartigsten Serien des Jahres 2016 zähle. Dieser Kurzfilm kann aber auf jeden Fall mithalten und wartet mit abgefahernen Ideen, toller Optik und einem krassen Ende auf. Unbedingt anschauen!

 

Apokalypse Now Now

Ich habe das Buch (noch) nicht gelesen aber dank dieses Konzeptfilmes, wird sich das noch ändern. Grandiose Effekte und ein Look, der sich nicht hinter Kinofilmen zu verstecken braucht. Ich würde mich freuen, wenn wir die Fortsetzung auf der großen Leinwand betrachten dürfen. Monster, Geister, Sci-fi-Kram in Afrika. Richtig gut!

 

Red Rover

Die Story ist heftig und hat mich beim ersten Schauen wirklich mitgenommen. Dazu gibt es ein paar Wendungen und Twists und die Kameraführung ist absolut toll. „Red Rover“ hat den Platz in dieser Liste redlich verdient und war auch nach dem zweiten Schauen noch überwältigend.

 

Porter Robinson & Madeon – Shelter

Eines der wenigen Musikvideos auf der Liste, scheinbar war 2017 da nicht so viel Gutes dabei (wenn ihr welche kennt, ab damit in die Kommentare). „Shelter“ wirkt auf den ersten Blick ungewöhnlich und man braucht eine ganze Weile um sich an die Story (und die Musik) zu gewöhnen, dann bekommt man aber eine unglaublich tiefsinnige Geschichte, aber mehr möchte ich nicht verraten.

 

The Meek

Eine Studie über Gesellschaft – oder eine Geschichte von kleinen frierenden Wesen, die an die Wärme möchten. Der Film ist putzig animiert, hat einen super passenden Soundtrack, ist zwischendurch ziemlich fies aber letztendlich dann doch herzerwärmend. Eine tolle Geschichte, die hier erzählt wird, und die mit Sicherheit unglaublich aufwändig zu produzieren war.

 

Pause 2017

Dass Animation auch mehr kann als putzige Winzlinge zu animieren, zeigt dieses Introvideo. In flirrendem Neonlicht sieht man fantastisch fotorealistisch gestaltete Städte, die geisterhaft verlassen und ein wenig surreal scheinen. Zum Träumen. Ich muss gestehen, so atmosphärisch gutes CGI habe ich selten gesehen.

 

The Case of the missing Garden Gnome

Es ist die klassische Story. Abgehalfterer Privatdetektiv, eine schöne Frau, ein Gartenzwerg… äh Moment? Vielleicht wird die Geschichte hier ein wenig umgeschrieben. Beste Comedy zum Totlachen und das schräge Szenario bis zum Schluss durchgespielt. Hier lohnt sich jede Minute.

 

Alma

Ein Klassiker unter den animierten Kurzfilmen. Vor Jahren hatte ich den Film schon einmal gesehen, aber dann vergessen, bis ich dieses Jahr einen heißen Tipp bekam. Alma handelt von einem kleinen Mädchen, einer Puppe und einem mysteriösen Puppenladen. Ganz großes Kino mit Twist.

 

Oats Studios – Zygote

Wenn schon Dakota Fanning mitspielt, hat man einiges zu erwarten, schließlich würde die Hollywood-Darstellerin nicht einfach irgendwo mitmachen. Was Regisseur Neill Blomkamp mit seinem neugegründeten Oats Studios hier auffährt, ist ohne Zweifel großartig – und ziemlich fies. Modernste Effekte, gepaart mit einer düsteren Story in Alien-Manier. Die 22 Minuten vergehen wie im Flug und man hat das Gefühl, dass man gerade den Pilotfilm der neuen HBO-Serie geschaut hat. Unbedingt mehr auf dem Level!

Übrigens werden bei den Oats Studios hochwertige Kurzfilme wie am Fließband produziert.

20 Matches

Eine ungewöhnliche Form wurde hier gewählt, um eine Geschichte zu erzählen. Eine junge Frau erzählt von einem Verbrechen und ist dabei stets nur kurz im Licht abbrennender Streichhölzer zu sehen. Der Spannungsbogen und die minimalistische Inszenierung machen den Film unglaublich atmosphärisch, sodass man gebannt erfahren möchte, was als nächstes in der finsteren Geschichte passierte.

 

The Pivates

Absurde Dialoge und noch viel absurdere Vorkommnisse. The Privates erinnert an den Film „Scott Pilgrim gegen den Rest der Welt“, ohne dabei kopiert zu wirken. Die Kombination aus Band, Soundtrack und herrlich trashigen Effekten, sorgen für den Platz in dieser Liste.

 

Tempest

Aus Versehen habe ich diesen Film zwei Mal auf qwergelesen geteilt… mehr muss ich wohl nicht dazu sagen. Mein Lieblingsfilm 2017 aus dem Bereich „Animation“.

 

Ghosted – Get Some

Das zweite Musikvideo der Liste ist… verrückt, abgefahren, crazy, trashig? Sucht es euch aus. Die praktischen Effekte und eine coole Beleuchtung machen das Ganze aber sehenswert. Muss man mal gesehen haben.



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